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Amor Dormiglione - in memoriam Katharina Müther

  • Sickingen-Kapelle Ebnet Schwarzwaldstrasse 278 79117 Freiburg (map)

AMOR DORMIGLIONE, der schläfrige Liebesgott, macht es den Liebenden nicht einfach, sei es in vergangenen Tagen oder Heute.

In diesem Crossover-Konzert verbinden wir das Schaffen von Komponistinnen aus verschiedenen Epochen. Lieder und Arien aus dem Frühbarock, geschrieben von Francesca Caccini und Barbara Strozzi stehen zeitgenössischen Kompositionen und Improvisationen gegenüber, die sich auf diese Werke beziehen.

Costume de Grandi von Barbara Strozzi war für die italienische Komponistin Emanuela Ballio Vorlage für Viandanti, einer Neukomposition für Saxofon und Fagott; La Vendetta insprierte Biancamaria Furgeri und Mia Schmidt schrieb ihr Werk Clori, eine Reminiszenz an Là Fanciuletta Semplice.

Nein/ Ja von Hanna Schüly antwortet dem Lied Trà le Speranze e’l Timore von Barbara Strozzi.

Und das Werk Porto Cagliari der italienischen Jazzerin Angela Puxi, interpretiert und arrangiert durch Hanna Schüly  und Katharina Müther verweist auf die Stimmung von Strozzis AMOR DORMIGLIONE.

Svea Schildknecht, Katharina Müther,hanna Schüly, Annette Winker klein.jpg

Eng verknüpft werden Gegenwart und Vergangenheit bei zwei Liedern von Francesca Caccini, Dov’io credea le mie speranze vere  und O chiome belle: Improvisation und Ausgangslied sind in Rondoform ineinander verwoben.

Die Lieder des Konzertes thematisieren Facetten der Liebe, Anbetung der Geliebten ähnlich dem Minnesang (Dispiegate/ O chiome Belle), Liebeskummer (Là Fanciuletta Semplice), Kummer wegen nicht erhörter Liebe oder Abweisung durch die Geliebte (Che t’ho fatt’io/ Amor Dormiglione / Trà le Speranze e’l Timore), Bosheit und Vergeltung (La Vendetta),  Eigennutz und Selbstbetrug (Costume de Grandi), die Liebe als Antriebskraft des Musizierens (Giusta Negativa)

Im Frühbarock war ähnlich wie in der Musik der Renaissance die Instrumentation noch nicht so verbindlich festgelegt wie in späteren Zeiten der Musikgeschichte. Stimmlagen waren vorgeschrieben, nicht unbedingt die Klangfarbe eines bestimmten Instrumentes.

In dieser etwas ungewöhnlichen Besetzung wird dieser Gedanke wieder aufgegriffen.

Ausführende:

Svea Schildknecht, Sopran; Hanna Schüly, Saxofon; Annette Winker, Fagott


Eintritt zzgl. Vorverkaufs- und Systemgebühr: 16,- (ermässigt: 12,-)

Abendkasse: 19,- (ermässigt: 15,-)